Bei unseren klassischen Überdachungen aus Eiche und Douglasie sorgen leicht gebogene Kopfbänder für Steifigkeit. Die schrägen Hölzer zwischen Pfosten und Pfette halten das Gerüst im Winkel, und sie gehören zur handwerklichen Optik. In einem modernen, geradlinigen Entwurf sollen genau diese Diagonalen verschwinden. Dann muss die Stabilität aus dem Rest der Konstruktion kommen.

Die Pfosten messen 18 x 18 cm. Das ist massiv ausgeführt, und man sieht es: Die Überdachung wirkt solide, ohne unruhig zu werden.
Rundum läuft ein Ringbalken von 18 cm Breite und 28 cm Höhe. Die Dachbalken sind mit einer Schwalbenschwanzverbindung in diesen Ringbalken eingelassen. So liegt das Flachdach vollständig verdeckt, Blenden und Dachrandprofil sind nicht nötig.
Unter jeden Pfosten kommt ein Stahlfundament mit Ankerstäben, in einem Loch von etwa 40 x 40 cm und 70 cm Tiefe, gefüllt mit rund 3 Sack Schnellbeton. Die Konstruktion bezieht ihre Kraft aus den Stahlfundamenten und der Holzkonstruktion selbst.

Auch ohne Kopfbänder ist dies ein handwerkliches Gerüst. Es wird vorbereitet geliefert, mit Zapfen-, Überblattungs- und Schwalbenschwanzverbindungen, und Sie schlagen die Holznägel in die vorgebohrten Löcher. Die Holznägel lassen wir bewusst etwas überstehen und unbehandelt, damit das Handwerk am schwarzen Holz sichtbar bleibt.

Eine moderne Überdachung bauen Sie umgekehrt auf: zuerst das Holzgerüst, danach das Fundament. Sie stellen das Gerüst mit Baustützen ein paar Zentimeter über dem Boden auf, geben 5 mm bis 1 cm Gefälle nach hinten für die Entwässerung und richten die Pfosten lotrecht aus. Dann heben Sie die Löcher aus, schieben die Fundamente in die vorbereiteten Pfosten und gießen den Beton. Nach 2 bis 4 Stunden Trocknungszeit geht es am nächsten Tag mit Dachschalung und Wänden weiter.
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